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Dolos im Juni 2009
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Die Dolomiten:
Eine mehr als 250 Millionen Jahre alte Entstehungsgeschichte hat sie geformt und
mittlerweile haben sie sich zum beliebtesten Ziel für Motorradtouren in den Alpen schlechthin entwickelt.
Unzählige Militärstraßen sind von Pioniereinheiten an allen möglichen und unmöglichen Stellen ins Hochgebirge getrieben worden,
Pässe und Bergstraßen, die schon von altersher Verkehrs- und Handelswege sind und die wichtigsten Täler der Region miteinander verbinden,
ein Nebeneinander von schroffen, bleichen Felsen, sattgrünen Wiesen und dunklen Lavagesteinen -
das macht diese Region aus und (nicht nur für Motorradfahrer) so interessant.
...und wir sind mittendrin.
Kaum ein paar Tage ist es her,
da fuhren wir - BRIGITTE & GERD - hier
noch fast mutterseelenalleine durch die Berge
- nur der Schnee lag hier und da noch am Wegesrand -
und schon sind wir wieder da,
um die Gegend erneut zu erfahren.
Aber diesmal sind wir nicht alleine!
Ein Trupp netter Motorradfahrer macht mit.
Wissbegierig, unerschrocken und genusssüchtig heften sie sich an unser Hinterrad und
wollen - ebenso wie wir - sich schräglagentaumelig fahren ;-)
Wie das aussieht?
Na -
die folgenden Bilder werden berichten!
Das ist natürlich noch nicht alles!
Aber zum "warm werden" am ersten Tag jedoch, ist das schon OK.
Mit dem Rest der Leute,
die sich ebenfalls zum "Genussbiken beim Unterwirt" eingebucht haben und so langsam eintrudeln, geht´s dann weiter.
Die Truppe wird neu gemischt und zusammengestellt.
Motorradtypen bzw. Fahrkönnen und entsprechende Ansprüche werden natürlich berücksichtigt!
Somit sind wir am zweiten Tag mit ganz anderen Leuten, die nicht minder an unserem Reifen kleben, unterwegs.
Wendig, wie die Wiesel, folgen sie uns und dem Kurvenverlauf der interessanten Strecken durch die Berge.
Leider ist dieser Tag ein wenig trübe... die Stimmung zum Glück aber nicht!
Nach einem kurzen Zwischenstopp, einem kleinen Imbiss am Hotel CASTEL LATEMAR und
etwas Unfug machen (...wie war das noch mit dem BlueTooth-Kabel?) geht´s gleich weiter.
Neuer Tag... neuer Sonnenschein!
Es verspricht ein "Bilderbuchwetter" zu werden - jedenfalls dort, wo wir mit der Truppe unterwegs sind.
Michi hat da mit seiner Mannschaft leider etwas weniger Glück.
Dazu ein paar "Momentaufnahmen" von Olaf...
"Nein Peter, es ist weder ein roter noch ein grüner Lolli!"
Nach kurzer Zwangspause in der Sonne tut Abkühlung not.
Leider ist ein Teil der Strecke tatsächlich komplett gesperrt - also Retoure und andersherum.
Zum Glück sind alle so flexibel und machen widerstandslos mit.
...kann ja mal passieren...
Dafür gibt´s dann aber auch eine prima Aussicht und tolle Bilder für Zuhause ;-)
Ein paar Kurven und Tunneldurchfahrten -
dann kommt bald eine wirklich nette Strecke für Fahrer, die ihre Maschine kennen und im Griff haben.
Gerd hat da so eine Idee...
Den Turm (markanter Punkt) schon im Visier, nochmal kräftig durchatmen und dann geht´s los...
...und was ist das nun?
Jenesien (San Genesio Atesino)
Wer sich die Einfahrt zu dieser Straße gefunden und
es sich gewagt hat diese kurze Strecke im Trentino (Italien) hinaufzuklimmen,
der läuft glatt vor lauter Glücksgefühle über…
Der Ort Jenesien (San Genesio Alesino)
liegt auf dem Hochplateau des Salten am Südhang des Tschögglbergs,
nördlich von Bozen.
Interessant ist neben der schönen Landschaft und
den entsprechenden Aussichten insbesondere die o.a. Straße.
Die „Alte Jenesien Straße“ ist eine der steilsten Straße in Südtirol und
führt mit durchschnittlich 22% Steigung – die Maxima liegt bei 30% -
von Bozen aus auf den Spaten.
Eine noch steilere Variante bietet der Rafensteiner Weg (Via Rafenstein),
der durch die Weinberge unterhalb von Grumenbichl zur Schloßruine Rafenstein
(692 m s.l.m. / Die Ruine selbst ist nicht gesichert und kann nicht besichtigt werden)
hinaufführt und kurz danach auf die Afinger Straße (Via Avigna) trifft.
Im unteren Teil steigt der - größtenteils im schlechten Zustand befindliche - Weg
mit 33% empor und bietet auf kaum 2 Meter Breite
fast keine Ausweichmöglichkeiten zwischen den Mauern.
Nur für erfahrene Bergfahrer zu empfehlen!
Wer noch mehr Kribbel braucht,
der muss bei der Anfahrt bergaufwärts am Ende des zwischen Mauern verlaufenden Abschnitts
nach Westen abbiegen.
Der holperige Weg, der dort durch die Weinberge
an der kleinen Kirche Sankt Jacob vorbeiführt und später in die Jenesier Straße einmündet,
beginnt zwar zunächst eher harmlos,
erreicht aber in der Umgebung der Kirche ein Steigungsmaximum von über 35%!
Grinse- & Glücksfaktor: 1
PS.:
Für die „einfacheren Gemüter“
empfiehlt sich der untere Abschnitt durch die Fagenschlucht führende
„offizielle“ Straßenverbindung nach Jenesien.
Die durch zahlreiche Tunnel und Galerien entschärfte Strecke
weist nur noch durchschnittlich 9 % / maximal 18 % Steigung auf.
Dennoch ist die kurvenreiche Strecke wegen
des herrlichen Ausblicks auf die Dolomiten echt lohnenswert!
Oben angekommen heißt es erstmal absteigen, abspannen und die tolle Aussicht genießen!
...und in Ruhe ein paar Fotos machen!
"Gemütlich" ist jetzt angesagt.
Einfach nur locker rollen lassen...
Der nächste (zivile) Anstieg steht schon auf dem Programm.
Und wie man sieht - nicht nur mit hoch motorisierten Maschinen zu schaffen.
Da kommen Erinnerungen hoch ;-)
Irgendwie hat sich Gerd das mit den Murmeltieren bisher doch etwas anders vorgestellt!
Ob das so richtig ist - in Rosa???
Besser wir fahren jetzt in Richtung Hotel zurück - reicht für Heute!
...nachher nehmen diese Wahnvorstellungen noch zu??!
Am letzten Tag ist erstmal gemeinsames tuckern in der großen Gruppe angesagt -
(fast) alle machen mit.
Ein echt bunter Haufen folgt uns und wir kehren nochmals oben am Karerpass ein.
Doch nach dem Stopp trennt sich die große Gruppe wieder -
unsere Jungs möchten zum Schluss nochmal die "Kurve kratzen".
Ein kleines Schmankerl hat Gerd noch im Sinn.
Nach dem Mittagessen geht es gleich los -
schließlich müssen die gerade zugeführten Kalorien abgebaut werden ;-)
Manghen-Pass (Passo Manghen)
die zwar asphaltierte jedoch schmale und sehr kurvenreiche Straße
Telve im Süden mit Castello Molina di Fiemme im Norden.
Leider verläuft das Meiste der
ca. 40 km lange und bei 16% ansteigende Strecke durch dichten Wald –
eine tolle Aussicht bietet sich dann aber an der Scheiltelhöhe des Passes.
Da der dort auf 2047 Meter hoch gelegene Pass zum Glück
recht wenig befahren wird (Fahrverbot für LKWs und Busse),
ist zumeist eine himmlische Ruhe am Kreuz.
Unterhalb des Scheitels sorgt ein kleines, am See gelegenes,
Gasthaus für diverse Erfrischungen.
Der Manghen-Pass gehört zwar landschaftlich nicht zu den allerschönsten Strecken,
ist aber von der Kurvenfolge und dem Streckenverlauf her
(Nordrampe 13, Südrampe 10 zumeist enge Kehren)
ein absolutes Highlight für jeden Motorradfahrer!
Grinsefaktor: 2
PS.:
Könnte im Mai noch ziemlich frisch sein.
Hier und dort sind noch Schneereste zu sehen und
der Wind bläst zumindest am Kreuz noch ganz nett.
Gelegentlich könnten noch Aufräumarbeiten durchgeführt werden.
Zudem laufen ab Mai auch die Rindviecher wieder frei herum.
Also - besser mal aufpassen!
PS.:
Könnte im Mai noch ziemlich frisch sein.
Hier und dort sind noch Schneereste zu sehen und
der Wind bläst zumindest am Kreuz noch ganz nett.
Gelegentlich könnten noch Aufräumarbeiten durchgeführt werden.
Zudem laufen ab Mai auch die Rindviecher wieder frei herum.
Also - besser mal aufpassen!
Den Dreien hat es jedenfalls gefallen ...und das ist die Hauptsache!
Hier an der Stelle auch mal ein Kompliment von unserer Seite aus !!!
Ihr seid echt eine super Truppe und wir würden Euch jederzeit wieder mitnehmen ;-)
...und eh es nur noch den Berg runter in Richtung Hotel zurück geht -
noch kurz eine Rast und etwas Süßes, um den Abschied abzumildern.
Mist!
Auch ein: "Will hier sitzen bleiben!" hilft nicht weiter.
Die müden Knochen nochmal aufraffen.
Die letzten Kilometer liegen vor uns.
Wehmütig schau´ ich in den Rückspiegel: "...waren echt schöne Tage mit Euch!"
Bis bald und
immer schön heile bleiben
wünschen Euch -
BRIGITTE & GERD
Noch mehr Bilder gefällig?
Dann einfach mal in Bilder von Stefan, Bilder von Peter & von Bilder von Olaf schauen >>>
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