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KINDER als Sozius
Kinder auf dem Motorrad !?!?
Ist das denn erlaubt?
Prinzipiell schon - wenn einige Grundvoraussetzungen erfüllt werden.
Eine der wichtigsten Voraussetzung ist die richtige Kleidung!
Dazu und zu den sonstigen Punkten hier ein paar kurze Tipps:
Gesetzliche Regelungen
Nach § 35a Abs. 9 StVZO müssen Krafträder, auf denen ein Beifahrer befördert wird, mit einem Sitz für Beifahrer ausgerüstet sein;
hierfür sind nach § 61 StVZO Fußstützen und Festhaltemöglichkeit vorgeschrieben.
Fehlt ein solcher Sitz, so dürfen Kinder unter 7 Jahren nur mitgenommen werden, wenn ein besonderer Sitz vorhanden und
durch Radverkleidungen oder ähnliches dafür gesorgt ist, dass die Füße des Kindes nicht in die Speichen geraten können.
Motorrad-Kindersitz
Bei Kindern, deren Füße noch nicht bis auf die Rasten reichen, ist unbedingt ein spezieller Kindersitz notwendig.
Wenige Handgriffe genügen, um ihn an den meisten Motorrädern sicher zu verzurren.
Bekleidung
Kinder niemals nur mit einfacher Kunststoffkleidung (Ski-Anorak o.Ä.) auf dem Motorrad mitnehmen.
Beim Rutschen über den Asphalt erzeugt solches Material eine hohe Reibungshitze und
kann sich sehr schmerzhaft in die Haut einbrennen.
Den besten Schutz und eine größere Flexibilität als die altbekannte Lederbekleidung
bietet eine innovative und zuverlässige Textilbekleidung mit abriebfesten Fasern - wie die hier angebotene Kinderschutzbekleidung.
Dabei sollte beachtet werden:
Bewegungsfreiheit und Bequemlichkeit sind zwar wichtig, jedoch sollten Jacke als auch Hose keinesfalls zu groß sein.
Im Falle eines Sturzes wären sie durch Verschieben und Verdrehen relativ nutzlos.
Sofern man nicht sicher ist, ob der Nachwuchs dauerhaft Gefallen am Soziusdasein findet
und weil Kinder schnell wachsen,
macht es durchaus Sinn, sich die notwendige Sicherheitsbekleidung testhalber zu leihen.
Helme
Das Helmangebot ist riesig und oftmals "unerhört" günstig.
Doch sollten unbedingt spezielle Kinderhelme gewählt werden, deren Helmschale merklich kleiner als bei normalen Helmen ist.
Der "tragende Vorteil" ist das wesentlich geringere Gewicht.
Damit wird eine unnötig hohe Belastung im Nacken und Schulterbereich des Kindes vermieden.
Stiefel
Das Angebot geeigneter Kinder-Stiefel ist eher sehr mau.
Wenn man bedenkt, dass normale Kinderschuhe ohnehin nur wenige Monate exakt passen,
ist die Zurückhaltung der Hersteller von Motorrad-Bekleidung zumindest nachvollziehbar.
Feste, mindestens halb hohe, feste Schuhe oder besser Stiefel für den Motorrad-Nachwuchs sind jedoch unerlässlich.
Handschuhe und Nierengurte
Kinderhandschuhe mit entsprechendem Schutz werden in vielen Variationen angeboten und sind unbedingt zu empfehlen.
Winterfäustlinge vom letzen Skiurlaub als Ersatz herzunehmen ist nicht ratsam.
Mit den meist wattierten Handschuhen findet das Kind keinen sicheren Halt und im Falle eines Ausrutschers schützen diese kaum.
Gegensprechanlagen
Kinder wollen quatschen.
Deshalb ist die Anschaffung (oder Miete) einer Gegensprechanlage auf jeden Fall ratsam.
Es hat überdies den Vorteil, dass man mit den Kleinen immer kommunizieren kann und früh bei unverhofften Verzögerungen
("Ich muss ´mal" oder: "Ich hab´ Durst...") reagieren kann.
Werden die Kinder still... dann macht sich meist Müdigkeit breit und es ist Pause angesagt!
WICHTIG!
Ohne den ausdrücklichen Wunsch und Zustimmung des Kindes geht gar nichts –
und ohne eine spezielle Heranführung ans Motorrad fahren ebenfalls nicht.
Der kleine Sozius sollte genau wissen, was bei der Kurvenfahrt in Schräglage passiert und
wie er sich zu (ver-)halten hat.
...und wenn man sich verdeutlicht, welche „Aussicht“ für ein kleineres Kind auf dem Motorrad gegeben ist,
fällt ein klares NEIN eventuell noch leichter.
Ansonsten... viel Spaß bei den gemeinsamen Ausflügen ;-)))
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