RICHTIG sitzen

 

Richtig sitzen macht gutes fahren!

Wer - wie MeinerEiner (Brigitte) - im Alltag zum Sesselpupser mutiert ist,
der sollte darauf achten, dass er zumindest gut sitzt, wenn er dann sitzt!
Das gilt insbesondere dann,
wenn man im Sitzen sehr konzentriert sein sollte:
bei der Arbeit z.B., beim Autofahren und ebenso beim Motorradfahren!
Ein hohes Maß an Leistungsfähigkeit kann durch falsches sitzen verloren gehen.
Die Organe werden nicht mehr richtig durchblutet,
die Handgelenke, der Schulter-, Nackenbereich schmerzt und
die Konzentration lässt nach.

Nicht gut!

Dabei ist richtiges Sitzen gar nicht so schwer.


Natürlich sollte das Motorrad zum Fahrer passen.
Das hab´ ich (knapp 170 cm groß und schon Bandscheiben geschädigt)
ja mittlerweile auch eingesehen.
Die schweren Maschinen sind verkauft und
ich bin wieder auf kleiner, leichter und handlicher Motorräder umgestiegen.

...wie man sieht, hab´ ich jetzt das richtige Töff gefunden. Oder?

Aber auch hier ist darauf zu achten, dass die richtige Sitzposition gefunden wird.
Es nutzt nichts, wenn man sich auf langen Strecken recken oder falten muss.

Mein Physiotherapeut rät,
dass meine Arme zwar gestreckt, aber immer noch leicht angewinkelt sein sollten -
den Lenker locker halten,
sich nicht darauf abstützen oder gar danach recken müssen.
So sollte es sein.
Das Becken leicht nach vorne gekippt und nicht im Katzenbuckel hocken,
das wäre OK.
Die Wirbelsäule nimmt somit die Form an, die sie auch im Stehen haben sollte.
Das Motorrad lässt sich so viel besser beherrschen, die Belastung sinkt.
Diese gesunde Position konstant zu halten, schafft zwar kaum einer auf großen Touren,
aber sich immer wieder an sie zu erinnern und eine Haltungskorrektur durchzuführen,
bringt auch schon was.


Motorradfahren soll ja ein Genuss und keine Qual sein!

Beim Motorradfahren müssen wir hochkonzentriert sein,
mehr oder weniger Lärm im Helm ertragen (gute Helme tragen lohnt sich!),
verbrauchen dabei erstaunlich viele Kalorien,
verlieren vor allem bei Hitze jede Menge Flüssigkeit,
neigen unter schwierigen Fahrbedingungen, wie bei Regen z.B., zu verkrampfen und
setzen automatisch Stresshormone frei.
Wenn dies einem bewusst wird,
ist es höchste Zeit anzuhalten und eine Pause einzulegen -
zumindest aber während der Fahrt ein paar Entspannungsübungen machen,
die für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer ungefährlich sind.
Singen hilft dabei durchaus… auch wenn es sich im Moment albern anhört,
aber das lockert schon mal die Gesichtmuskulatur.
Zumindest mal bewusst, langsam und tief durchatmen bringt schon einiges.
Feine Positionsänderungen, das An- und Entspannen bestimmter Muskeln,
die die Verspannungen lösen,
sind durchaus auch beim Fahren – auch ohne großartige Turnübungen - möglich.
Mit den Händen z.B. den Lenker kräftig umfassen und kurz drauf den Griff wieder lockern,
das hilft nach einigen Wiederholungen den müden Armen.
Mit den Schultern rollen, hilft dem verspannten Nacken.
Den Rücken leicht buckeln und ins Holkreuz drücken,
die Pobacken anspannen und lockern,
die Schenkel und Knie fest an die Maschinenflanken drücken und wieder lösen -
immer wieder anspannen und entspannen im Sekundentakt.
Das bringt Leben in die ermatteten Bereiche.

Einfach mal ausprobieren…
…aber besser noch – Pause machen!


Nicht nur die obligatorische (Rauch-,) Toiletten- oder Tankpausen,
sondern sich eine tatsächliche Regenerationszeit gönnen.

Vielleicht mal ein kleines Picknick einlegen??!
An einer schönen Stelle anhalten und
die Glieder im Gras lang strecken,
für ein paar Minuten die Augen schließen,
einen Apfel essen (wie Gerd hier)
oder etwas trinken, sich durchschütteln und lockern.

So macht die Weiterfahrt bestimmt noch viel mehr Spaß ;-)


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