WIEDEREINSTIEG

 

Umgefahren...

Ein "gescheiter Wiedereinstieg" - wie ist das möglich?

Das haben sich bestimmt schon viele (ehemalige) Motorradfahrer gefragt.

Sei es,
dass sie jahrelang nicht mehr mit einer Maschine unterwegs waren
oder leider die Nachwehen eines Unfalls noch in sich herumtragen.

Aus eigener Erfahrung hier nun ein kurzer Bericht darüber,
wie ich - BRIGITTE - versuche wieder richtig ins Fahren zu kommen:

 

JA - ich hab´s getan!

Hab´ mich nach meinem letzten Motorradunfall
wieder auf eine Maschine gesetzt und bin gefahren… nur wie??!!!

NEIN – Angst hatte ich (eigentlich) keine!

Aber wo war nun mein Zutrauen in mich selber
und wie gehe ich seitdem mit der Maschine um… das war schon mal viel besser!!??

Ein echt blödes Gefühl kroch langsam in mir hoch.
Diese Unsicherheit wollte ich nicht!

Doch wie kann ich gegen so etwas angehen?
Wie kommt man wieder zum fahren –
ohne „Hasenblick“ und der richtigen Portion Selbstvertrauen?


Frank Reindel

Fahrlehrer Frank Reindel

 
 
 
 
Zum Glück kennen wir Frank Reindel -
ein sehr angenehm ruhiger Fahrlehrer in der Nähe von München.

Er hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht,
Behinderten das Fahren beizubringen,
Wiedereinsteigern und auch Unfallopfern zu helfen.
 
 
 
 

 
 


ALSO – nix wie hin!

In seiner unvergleichlichen Art geht er erstmal im Gespräch der Sache auf den Grund:
Warum hat der „Fahrwillige“ nach seinem Unfall Probleme?
Liegen diese an der Maschine oder ist der Grund vielleicht auch bei der Person selber zu finden.

Bei mir war es eine gute Mischung!

„Warum bist Du jetzt eigentlich mit diesem DINO unterwegs?“
war Franks erste Frage, als er mich mit der alten GS Basic hat kommen sehen.
„Fühlst Du Dich darauf wirklich wohl?“

Irgendwie war ich etwas irritiert…

Ich liebe alte Boxer!
Insbesondere diese Mythen umwogenen GS.

Sicher –
ich hätte auch eine leichtere Maschine für dieses Training mitbringen können…
Aber warum fragt er mich so etwas?

„Ich sehe, dass Du nicht wirklich entspannt auf bzw. in der Maschine sitzt!
Der Knieschluss ist bei diesem 32 Liter Tank nicht gerade optimal für Dich und
Du reckst Dich zu sehr bis zum Lenker hin…“ und und und.

HALT – ich mag diese alte Maschine!
Warum will er sie mir madig machen???
Früher hätte ich wohl geschmollt und es als Quatsch abgetan,
schließlich bin ich schon mit viel dickeren Brechern unterwegs gewesen.

( Jaaaa – früher…
Da war mein Rücken noch in Ordnung, mir taten die Arme nicht weh und
ich hatte noch keine Unfälle, die ihriges dazu getan haben. )

Irgendwie hat der Typ sogar recht!!?
Er will mir die alte Kuh ja gar nicht madig machen – er sensibilisiert mich nur.
„Manchmal ist weniger halt doch mehr!“
Eine kleine und handliche Maschine wäre für den Wiedereinstieg nach dem Unfall und
für mein Selbstvertrauen wohl eher angebracht?!?


Bericht 01

(Er-) Klärendes Gespräch mit Frank

 
 
 
 
Tja – aber nun war ich halt mit dem Eisenhaufen da…

Des Weiteren fühlte Frank nicht nur mir auf den Zahn,
wieso und warum es unbedingt eine solche Maschine sein soll –
er testete natürlich auch, ob ich mit dem dicken Ding richtig umgehen kann.

Uuuiii – und schon wieder voll ins Schwarze getroffen.
Alleine das Schieben und Rangieren,
im Schritttempo um die Pylone fahren u.v.m. solcher einfachen Dinge.
 
 
 
 


„Das hast Du doch noch nie richtig gekonnt… oder?“
er bemerkt es einfach an der Art und Weise, wie ich schaute und die Maschine bewegte.

„Der kann in einen hineinschauen!“ hab´ ich mir gedacht.

„Das hat Dir aber auch noch nie jemand so richtig beigebracht… was?“
fragte er in seiner sanften Art.


 
Also fingen wir ganz in Ruhe mit den einfachsten Dingen an.
Erstmal sollte ich ein Gefühl für die Maschine bekommen, dann musste ich ganz einfach Übungen machen.
Es sollte bei mir im Kopf „Klick“ machen!

Um dies noch begreiflicher zu machen, ließ er mich dann am zweiten Tag mit einer alten BMW R 45 fahren.
Ha! Was für ein Spielzeug!
Ich fühlte mich in meine Anfänge zurückversetzt – meine erste Maschine war eine BMW R 65.
…und siehe da –
plötzlich wurden die Übungen sehr viel einfacher, die Bewegungen flüssiger und das Schauen genauer!
Mein Zutrauen in mich stieg ;-)


Bericht 02

DINO am Kochel-See

 
 
 
Danach war ich zwar wieder mit der Dicken
– dem DINO – unterwegs,
aber es funktionierte besser!
Nach unserer gemeinsamen Fahrt bis an den Kochel-See
fuhr ich ganz für mich alleine
kreuz und quer über Land bis nach München zurück.
War stolz wie Bolle!!!
Seit langem habe ich mich auf einem Motorrad
nicht mehr so wohl gefühlt!
Mein Zutrauen in mich stieg noch mehr ;-))
 
 


 

Allerdings sind wir dann nach einer zügigen Ausfahrt zu dritt am dritten Tag übereingekommen,
dass ich noch lange nicht fitt genug für die Fahrt in einer flotten Gruppe sei.
Ich wäre noch zu zurückhaltend und würde mich selbst überfordern,
dadurch nicht mehr richtig schauen und entsprechend Fehler machen.

Da war es wieder, dieses Gefühl… er irritierte mich schon wieder.

Aber er hat ja recht!
Also beschloss ich, dass ich ab nun – um meine Fehler wissend –
an meiner Fahrtechnik zu feilen!

Jetzt fährt Gerd ab und an den DINO und ich bin mit einer leichteren Maschine unterwegs.

Ich denke,
dass in meinem Fall nicht unbedingt der Unfall schuld daran war, dass mich etwas im Kopf blockiert hat??!?
Das war ich selbst!
Mein Anspruch immer größer und noch dicker fahren zu wollen, hat mich letztendlich ausgeknockt.

Zum Glück habe ich mit Gerd einen Partner an der Seite, der dies durchaus versteht und mich dementsprechend unterstützt.
Wenn ich nicht alleine üben und unterwegs sein mag, so ist er mit vollem Eifer dabei.
Und wenn´s dann doch mal mit einer Gruppe durch die Lande geht, so nimmt er mich als Sozia gerne mit ;-)))

Ich denke,
es ist enorm wichtig,
dass man sich nicht von anderen Personen stressen lassen und vor allem nicht durch sich selbst unter Druck setzen darf!!!

UND was ich auch noch gelernt habe –
es soll mir keiner mit so blöde Äußerungen kommen, dass langsames und bedachtes Fahren keinen Spaß machen würde.
Was für ein Unsinn!
Rumrasen ist eh megaout und hat absolut nichts mit dem Können zu tun!!!


Brigitte

Wieder mit Spaß unterwegs!

 
 
 
 
In diesem Sinne –
nicht stressen (lassen),
dummes Gequatsche einfach ignorieren und
damit unterwegs sein, was zu einem passt!

…und immer schön heile bleiben – BRIGITTE
 
 
 
 


Dino

...und hier lässt Gerd gerade mal "die Kuh fliegen"!


 
 

PS.:
Nochmals DANKE an Frank Reindel!
Er hat mich durch seine feinfühlige Art und Weise dazu gebracht,
meine Wünsche, Anforderungen und Fähigkeiten zu überdenken und analysieren.
Motorradfahren kann wieder Spaß machen und entspannen!

 
 
Mehr Informationen über die Fahrschule REINDEL erhalten Sie auch direkt unter:
www.fahrschule-rs.de


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